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Modenschau

SS 2014 Womenswear

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Pierre Mornet eingeladen, sich auf den Wänden des Showrooms in der Via Fogazzaro in Mailand mit Themen wie Weiblichkeit, Repräsentation, Macht und Vielfalt auseinanderzusetzen.

Hintergrund des Konzepts ist zum einen das Interesse an der politischen Wall Art mexikanischer Wandmaler wie Diego Rivera, David Alfaro Siqueiros und José Clemente Orozco. Zum anderen ist es die laufende Beschäftigung mit großflächigen Wandinstallationen am Prada Broadway Epicenter und anderen Standorten weltweit. Prada initiierte mit dem New Yorker Design-Unternehmen 2x4, seinem langjährigen Kreativpartner, eine weltweite Recherche und beauftragte diese sechs jungen Künstler und Illustratoren, die sich durch ihren charakteristischen Stil, ihre farbliche Sensibilität und ihre Art der bildlichen Darstellung auszeichnen, direkt im Showroom zu arbeiten. Die Wände wurden für eine größtmögliche strukturelle Vielfalt umgeformt, damit die Künstler ihre Visionen darauf in mehreren Ebenen umsetzen konnten.

Das Raumkonzept insgesamt, von Pradas kreativem Partner AMO als Umkehrung der traditionellen Modenschau-Konfiguration entworfen, stellt eine stilisierte Straße dar, die um eine zentrale, unregelmäßig geformte Insel verläuft. Anstatt auf einen mittig gelegenen Laufsteg zu schauen, sitzt das Publikum auf der Insel und blickt hinaus zu den Wandbildern, die die Außenwände schmücken. Die Models bewegen sich unter und vor großen Blöcken, die teils sogar über Kopf hängen, durch die Straßenlandschaft. Durch die hervortretenden, beinahe expressionistischen Wände verändert sich die Wahrnehmung der Größenverhältnisse im Raum radikal. Die Oberfläche des Laufstegs besteht in Anlehnung an urbane Straßen aus industriellem Gummi, und die Wandbilder setzen mit ihrer beeindruckenden Größe und lebhaften Farbgestaltung einen spannenden Kontrast zu der Strenge der umliegenden Wände.

Die Wandmaler machten sich im Mailänder Showroom in einer Wolke aus Aerosolen, Farbe und Terpentin an die Arbeit. Jeder Künstler übernahm eine Wand, und langsam nahm der gesamte Raum Gestalt an. Während jeder von ihnen die umfassenden Themen auf seine eigene Art interpretierte, wich die graue Unterschicht traumhaft gestalteten, farbigen Portraits. Mit der allmählichen Vollendung der Werke zeigte sich die dynamische Gegenüberstellung von Stil und Technik.

„Das Faszinierende an diesem Projekt war nicht nur, jeden einzelnen Künstler zu finden und mit ihm zusammenzuarbeiten“, so 2x4-Gründer Michael Rock, „sondern sich vorzustellen, wie alle sechs im Gespräch miteinander arbeiten würden. In vielerlei Hinsicht widerspricht dieses Projekt dem vorherrschenden kulturellen Zustand, bei dem jeder irgendwo anders ist und über die sozialen Medien, E-Mail oder Skype kommuniziert. Indem sie auf echten Gemälden statt auf Reproduktionen besteht, fördert Miuccia Prada die kreative Energie, die nur entsteht, wenn alle physisch in einem Raum miteinander arbeiten. Das ist eine fundamental andersartige Erfahrung.“               

„Es ist sehr spannend, hier in Mailand mit diesen anderen Künstlern zu malen. Hier gibt es sehr viel Talent“, sagt der Künstler Miles Gregor aus Los Angeles, bekannt als El Mac. „Und in Mailand ist man natürlich von einer starken Tradition in den Bereichen Design, Mode, Kunst und Kultur umgeben, und so ist es sehr inspirierend, sich von dieser Energie beeinflussen zu lassen.“

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